Über mich

Angelika Dechamps

VITA

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MALEN IST HEILEN

Malen und Schreiben gehören zu mir seit meiner Kindheit. Beides ist Ausdruck meiner selbst. Die Hand, die den Pinsel hält und führt, verbindet sich mit der Welt in mir- ebenso der Stift, der Buchstaben zu Worten formt und sie schreibt.

Meine Bilder, meine Gedichte und anderes Geschriebenes sind „Findungen“

oder „Schöpfungen“, die in Prozessen entstehen und wachsen, bis sie schließlich

„in der Welt“ sind. Dies ist ein realer und zugleich magischer Vorgang, der manchmal viel Zeit, manchmal wenig Zeit benötigt. Es gibt Phasen, in denen ich mich in die Obhut eines Lehrers oder einer Lehrerin begebe, um die eigene Erfahrung zu er- weitern und zu erneuern. Der Prozess des Malens wie des Schreibens ist dem Gesetz, einem inneren natürlichen Gesetz, dem der Intuition, verpflichtet. Dabei bin ich alles zugleich: Pinsel, Stift, Papier, Leinwand, Farbe, Tier, Mensch, Pflanze, Wort, Trauer, Schmerz, Freude, Tanz, Leidenschaft, Erinnerung u.a.m.

Wenn ich male, schreibe, bin ich zugleich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; ich verändere, lösche aus, experimentiere, bis sich das Bild, das Gedicht oder der Text so herausgelöst hat, daß sie „fertig“ sind, d.h. sie sind geboren.

Danach weiß ich nicht mehr, wie ich es gemacht habe.Dasselbe Bild, denselben

Text kann ich nicht ein zweites Mal schaffen.

Trotz aller Erklärungsversuche bleiben der Mal- oder Schreibprozess ein Geheimnis.